Wenn einer Jubiläum hat, dann kann er was erzählen

Freitag, 17. Juni 2022

Berichts-Kategorie: Bruderschaften
Bruderschaft: St.-Seb.-Schützenbruderschaft Gindorf 1671 e.V
eingesendet von: Robert Hoppe

Im Jahr 2021 jähr­te sich zum 350. Mal die Wie­der­be­grün­dung der Gindor­fer Sebastianusbruderschaft.

Die Tat­sa­che, dass das Jahr 1671 nicht das ursprüng­li­che Grün­dungs­da­tum der Gindor­fer Bru­der­schaft sein kann, haben wie bereits 1996 auch jetzt wie­der die Recher­chen zur aktu­el­len Bru­der­schafts-Chro­nik neu­er­lich unter­mau­ert. So fin­det sich in alten Doku­men­ten immer wie­der Hin­wei­se, das bereits vor dem Jahr 1671 Bru­der­schafts­le­ben im Ort statt­ge­fun­den haben muss. Doch durch die Wir­ren der Kriegs­hand­lun­gen in frü­he­ren Jahr­hun­der­ten und damit ver­bun­de­nen Brand­schat­zun­gen im Ort, denen auch das dama­li­ge Pfarr­haus zum Opfer fiel, wur­den fast alle exis­tie­ren­den, schrift­li­che Hin­wei­se hin­sicht­lich einer ein­deu­ti­gen Datie­rung des Grün­dungs­jah­res unwie­der­bring­lich vernichtet.

Eini­ge weni­ge Hin­wei­se fan­den sich Dank der freund­li­chen Unter­stüt­zung vie­ler sach­kun­di­ger Archi­va­re und Archiv­mit­ar­bei­ter der Regi­on auch bei der aktu­el­len Recher­che. Sie wer­den nun aktu­ell einer ent­spre­chen­den zeit­li­chen Datie­rung und Ein­ord­nung in die Zeit­ta­fel der Gindor­fer Schüt­zen­bru­der­schaft unterzogen.

„Wir woll­ten“, so Bru­der­meis­ter Robert Hop­pe, „bedingt durch die Coro­nabe­ding­ten Ein­schrän­kun­gen der bei­den letz­ten Jah­re mög­lichst kei­ne unse­rer geplan­ten Jubi­lä­ums­ak­ti­vi­tä­ten aus­fal­len las­sen. Statt­des­sen holen wir jetzt, wo es wie­der mög­lichst ist, alle Jubi­lä­ums­ak­ti­vi­tä­ten des letz­ten Jah­res nach.“

So star­te­te auch die Druck­le­gung der aktu­el­len Ver­eins­chro­nik zeit­ver­setzt, um auch die bei­den außer­ge­wöhn­li­chen Pan­de­mie­jah­re in der Chro­nik abzubilden.

Jetzt war dann auch das Inter­es­se groß, als die Gindor­fer Schüt­zen­bru­der­schaft nun ein­lud zur Prä­sen­ta­ti­on ihrer neu­en Ver­eins­chro­nik. Bru­der­meis­ter Robert Hop­pe und sei­ne Vor­stands­mit­glie­der begrüß­ten zahl­rei­che Gäs­te aus Poli­tik und dem Ver­eins­we­sen aus dem Dop­pel­dorf. Der ers­te Dank des Bru­der­meis­ters rich­te sich an Chris­ti­an Jan­sen, den Vor­stand der Volks­bank Erft. „Dank unse­rer lang­jäh­ri­gen und ver­trau­ens­vol­len Zusam­men­ar­beit waren wir sehr froh“, so der Bru­der­meis­ter, „dass wir uns auch in Zei­ten der Pan­de­mie zu ein­hun­dert Pro­zent der Unter­stüt­zung unse­res Kre­dit­in­sti­tu­tes vor Ort sicher sein konn­ten.“ Den Gindor­fer Sebas­tia­nus­schüt­zen ist es wich­tig, Zei­chen zu setz­ten, gera­de jetzt, wo vie­les im gesell­schaft­li­chen Leben der Dorf­ge­mein­schaft wie­der mög­lich wird.

„Über zwei Jah­re der pan­de­mie­be­ding­ten Zurück­hal­tung in Sachen Ver­eins­ak­ti­vi­tät sind auch an uns nicht spur­los vor­über gegan­gen“, so Hop­pe. „Es ist ein sehr ambi­tio­nier­tes Unter­fan­gen, die Ver­eins­ak­ti­vi­tä­ten wie­der hoch­zu­fah­ren, die Ver­eins­mit­glie­der wie­der neu zu moti­vie­ren und für das akti­ve Mit­ma­chen zu begeis­tern und zu gewin­nen. Da wir unse­ren Mit­glie­dern das Ver­spre­chen gege­ben haben, wir holen unser Jubi­lä­um nach, ist der Neu­an­fang in allen jetzt anste­hen­den Ein­zel­ak­ti­vi­tä­ten mit beson­de­ren High­lights ver­knüpft, die uns nun hel­fen gemein­sam mit unse­ren Mit­glie­dern in den Neu­an­fang zu star­ten“, hofft der Brudermeister.

Dass hier­bei gera­de die Vor­stands­mit­glie­der mehr als nor­mal gefor­dert sind, unter­strich der Bru­der­meis­ter noch ein­mal am Bei­spiel von Regi­ments­oberst Tho­mas Schlä­ger und dem stell­ver­tre­ten­den Geschäfts­füh­rer Mar­kus Heb­be­ring. „Was die bei­den Vor­stands­kol­le­gen in Sachen Chro­nik-Recher­che und Chro­nik-Erstel­lung in den letz­ten Mona­ten geleis­tet haben ist außer­ge­wöhn­lich“, lob­te der Bru­der­meis­ter. So war es dann auch an Oberst Tho­mas Schlä­ger einen ers­ten Ein­blick in die neue Ver­eins­chro­nik geben.

Ande­res als frü­her liegt der Schwer­punkt mehr auf der Bild- als auf der Text­spra­che. Nach den obli­ga­to­ri­schen Gruß­wor­ten sind zunächst die letz­ten 25 Jah­re mit den jewei­li­gen Königs­paa­ren und Kurz­be­rich­ten zu beson­de­ren Ereig­nis­sen, Ver­eins­ak­ti­vi­tä­ten und Per­sön­lich­kei­ten des Bru­der­schafts­le­bens mit umfang­rei­chem Bild­ma­te­ri­al doku­men­tiert. In einem anschlie­ßen­den Bericht über die His­to­rie der Gindor­fer Bru­der­schaft wer­den ins­be­son­de­re auch die neu­en Erkennt­nis­se aus der Zeit der Wie­der­be­grün­dung vorgestellt.

Auch die anschlie­ßen­de Zeit­rei­se durch die Geschich­te der Bru­der­schaft und der ört­li­chen Pfarr­kir­che haben die Autoren mit zahl­rei­chen klei­nen Bild­do­ku­men­ten inter­es­sant gestal­tet. Den Abschluss der Chro­nik bil­det die Vor­stel­lung des gesam­ten Regi­ments der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, die genau damit ein­drucks­voll ihre Viel­falt und Leben­dig­keit dokumentiert.

Die ers­ten druck­fri­schen Exem­pla­re der neu­en Bru­der­schafts­chro­nik fan­den sodann auch sehr schnell ihre inter­es­sier­ten Abnehmer.

Ab sofort wird die Chro­nik der St.-Sebastianus Schüt­zen­bru­der­schaft in der Geschäfts­stel­le der Volks­bank Erft, auf dem Wiler den Bewoh­nern der Pfarr­ge­mein­de sowie allen hei­mat- und brauch­tums­in­ter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­gern zum Preis von 15 Euro ange­bo­ten. Wei­te­re Exem­pla­re sind über die Vor­stands­mit­glie­der um Bru­der­meis­ter Robert Hop­pe erhältlich.

 

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