Patronatstag 2022 bei den Gymnicher Sebastianern

Montag, 24. Januar 2022

Berichts-Kategorie: Bruderschaften
Bruderschaft: St. Sebastianus Schützenbruderschaft Gymnich e.V.
eingesendet von: Jakob Flohr

Das Patro­nats­fest der Gym­ni­cher St. Sebas­tia­nus Bru­der­schaft ist das ers­te Fest im Bru­der­schafts­jahr und für vie­le Mit­glie­der auch das schöns­te Fest des Jah­res. Der Ablauf des Tages ist seit vie­len Jahr­hun­der­ten gleich und im §16 der Sat­zung geregelt:

  1. Die Bru­der­schaft ver­an­stal­tet jedes Jahr am 20. Janu­ar ihr Patro­nats­fest. Die­ses kann durch Beschluss des Vor­stan­des um eini­ge Tage ver­scho­ben werden.
  2. Am Patro­nats­fest wird in der Pfarr­kir­che zu Gym­nich zu Ehren des Patrons der Bru­der­schaft, dem hl. Sebas­ti­an, ein Hoch­amt gehal­ten. Es ist Ehren­pflicht der Mit­glie­der, sich dar­an zu betei­li­gen, eben­so beim anschlie­ßen­den Gang zum Fried­hof, wo für sämt­li­che Wohl­tä­ter der Bru­der­schaft ein „Vater unser“ gebe­tet wird.
  3. Gemäß den alten um 1697 „reno­vir­ten Arti­culn“ ist es üblich und seit jeher so gehand­habt wor­den, dass die Mit­glie­der der Bru­der­schaft am Mor­gen des Patro­nats­fes­tes mit „Knipp­lätz­chen und einem Essen beschenkt wer­den“. Es heißt fer­ner…. und wol­le ¼ mol­te wei­zen zu Wecken backen­las­sen, dass jeder­mann sein theil davon wer­de…“ und an ande­rer Stel­le…. und der Bru­der­schaft eine freie Mahl­zeit zu thun..und bier zu trin­ken dazu wol­le der König anstalt machen“. Nach Mög­lich­keit soll auch in Zukunft so ver­fah­ren werden.

Nach­dem das Patro­nats­fest bereits im letz­ten Jahr nicht sat­zungs­ge­mäß statt­fin­den konn­te, muss­te auch in die­sem Jahr der Tages­ab­lauf der Coro­na Situa­ti­on ange­passt werden.

Der gut besuch­te Got­tes­dienst zu Ehren des Patrons Sebas­ti­an, zele­briert vom Prä­ses und Pas­tor Joseph Pikos, fand daher bereits am Frei­tag­abend statt. Orga­nist Johan­nes Speck­amp sorg­te mit sei­nen Musik­er­freun­den für eine groß­ar­ti­ge musi­ka­li­sche Beglei­tung die­ses Gottesdienstes.

Am Sams­tag­mor­gen wur­den dann die heiß­ersehn­ten und heiß­ge­lieb­ten Seba­tia­nus­plätz­chen ange­bo­ten, die wie­der­um einen rei­ßen­den Absatz fan­den. Am Nach­mit­tag, nach einer kur­zen Andacht, fand unter Beach­tung der aktu­el­len Coro­na Regeln eine sehr gut besuch­te Haupt­ver­samm­lung statt. Da die Zusam­men­kunft der Mit­glie­der im letz­ten Jahr aus­fal­len muss­te, stan­den gut gefüll­te Tages­ord­nungs­punk­te auf dem Programm.

Nach dem Bericht des Prä­si­den­ten über­nahm Hans-Rai­ner Himp­ler zum letz­ten Mal als Geschäfts­füh­rer das Wort.

Nach elf Jah­ren im Vor­stand, davon neun Jah­re als Geschäfts­füh­rer, stell­te sich die­ser nicht zur Wie­der­wahl. Eben­so schied Wil­li Vois nach über 25 Jah­ren aus dem Vor­stand aus. Jakob Flohr dank­te ihnen für den jah­re­lan­gen Ein­satz. Im Anschluss wähl­te die Ver­samm­lung bei­de ein­stim­mig in den Ehren­vor­stand. Auch die tur­nus­mä­ßi­gen Wah­len zum Vor­stand und Offi­ziers­corps stan­den auf dem Pro­gramm. Prä­si­dent Jakob Flohr wur­de für wei­te­re vier Jah­re als Prä­si­dent der Bru­der­schaft gewählt. Neu in den Vor­stand wur­den Hei­ko Bachem, Kat­rin Schmitz und Gino La Cogna­ta gewählt. Letz­te­rer tritt die Nach­fol­ge als Geschäfts­füh­rer an. Bei den Offi­zie­ren wur­de Jörg Ruhl zum Ers­ten Offi­zier gewählt. Hel­mut Vering wur­de als Königs­ad­ju­tant bestä­tigt. Die Offi­zie­re Robin Mager, Gian­ni La Cogna­ta, Rei­ner Schmitz, Cle­mens Seg­schnei­der und Gui­do Lau­fen­berg wur­den eben­falls wie­der­ge­wählt. Neu ins Offi­ziers­corps wähl­te die Ver­samm­lung Tho­mas Kal­scheu­er und Ralf Erken. Haupt­mann Ralf Mager dank­te den aus­schei­den­den Offi­zie­ren Karl Bon­gard, Heinz-Gerd Erkel­enz und Wil­fried Fie­se­ler mit emo­tio­na­len Wor­ten und einem beson­de­ren Prä­sent für ihre lang­jäh­ri­ge Tätigkeit.

Nach dem Ende der Haupt­ver­samm­lung, statt des eigent­lich fol­gen­den Sebas­tia­nus­balls, mar­schier­ten die Mit­glie­der unter Beglei­tung der Blas­ka­pel­le Blech­f­rech in einem stim­mungs­vol­len Fackel­zug durch die Stra­ßen von Gym­nich. Am Hoch­kreuz auf dem Fried­hof wur­de den Ver­stor­be­nen Mit­glie­dern, den Coro­na Toten und den Opfern der Flut­ka­ta­stro­phe mit einem Gebet gedacht.

Durch den coro­nabe­ding­ten Aus­fall des Fest­balls wer­den die Jubi­la­re der Bru­der­schaft auf einem Ehren­abend im Herbst geehrt.

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