Don­ners­tag, 18. Novem­ber 2021 | All­ge­mei­nes

Nach 614 Tagen im Amt hat­te der neue Diö­ze­san­bun­des­meis­ter Robert Hop­pe (Gre­ven­broich-Gindorf) coro­nabe­dingt erst­mals die Gele­gen­heit, alle Bezirks­bun­des­meis­ter gemein­sam mit dem Diö­ze­san­vor­stand in einer Prä­senz­ver­an­stal­tung im Schüt­zen­haus der St. Kuni­ber­tus-Schüt­zen­bru­der­schaft in Gym­nich zu begrüßen.

Erst­mals hat­te der Diö­ze­san­vor­stand im Namen von Diö­ze­san­prä­ses Ste­fan Ehr­lich auch die Bezirks­prä­si­des zu die­ser Ver­an­stal­tung ein­ge­la­den. Unter den coro­nabe­ding­ten Ein­schrän­kun­gen und Rege­lun­gen konn­te Robert Hop­pe dann neben den zahl­reich erschie­ne­nen Ver­tre­tern und Reprä­sen­tan­ten auch etli­che Ehren­gäs­te, Geist­li­che und Ehren­mit­glie­der des Diö­ze­san­ver­ban­des begrüßen.

Sein beson­de­rer Gruß galt Bun­des­schüt­zen­meis­ter Emil Vogt, Diö­ze­san­kö­nig Andre­as Zün­dorf, sei­nem Vor­gän­ger im Amt des Diö­ze­san­bun­des­meis­ters, Wolf­gang Kuck sowie dem ehe­ma­li­gen stellv. Diö­ze­san­bun­des­meis­ter Diet­mar Vetterling.

Nach einem Toten­ge­den­ken, vor­ge­tra­gen durch den stellv. Diö­ze­san­bun­des­meis­ter Peter Horst und einem gemein­sa­men Gebet mit Prä­ses Ste­fan Ehr­lich, ließ der Diö­ze­san­bun­des­meis­ter das letz­te Coro­na­jahr und die vie­ler­orts mit unvor­stell­ba­rer Ver­wüs­tung erleb­te Flut­ka­ta­stro­phe noch ein­mal mit sehr nach­denk­li­chen Wor­ten Revue pas­sie­ren. Er dank­te allen Enga­gier­ten in den Bezirks­ver­bän­den und Bru­der­schaf­ten für deren zum Teil immensen Ein­satz für die Mit­men­schen in den betrof­fe­nen Regio­nen. Eben­so herz­li­che Wor­te des Dan­kes fand die Bru­der­rats­sit­zung für die gro­ßen Finanz- und Sach­spen­den aus dem Diö­ze­san­ver­band Paderborn.

Mit Blick auf das kom­men­de Jahr wähl­te Robert Hop­pe opti­mis­ti­sche und ermun­tern­de Wor­te für einen Neu­an­fang des Schüt­zen­en­ga­ge­ments im Diözesanverband.

Einen ein­dring­li­chen Appell rich­tet Hop­pe an die Schüt­zen­ver­tre­ter. Wich­tig für einen Neu­an­fang der Schüt­zen­ak­ti­vi­tä­ten im Land sei die Bereit­schaft von allen, sich gegen Coro­na imp­fen zu las­sen. „Damit“, so Hop­pe, „eröff­nen wir uns und unse­ren Schüt­zen und Schüt­zen­frau­en wie­der die Mög­lich­keit des gemein­sa­men Mit­ein­an­ders. Natür­lich sind wir alle mit einer Imp­fung nicht gefeit vor die­ser heim­tü­cki­schen Krank­heit, aber bei aller Vor­sicht und Obacht, die wir auch wei­ter­hin wal­ten las­sen müs­sen, ist eine Imp­fung unser Bei­trag, den wir leis­ten soll­ten, ja leis­ten müs­sen, aus der Ver­ant­wor­tung her­aus, die wir alle, wie wir hier sit­zen, für unse­re Mit­men­schen und für unse­re gro­ße Schüt­zen­fa­mi­lie haben. Es liegt an uns“, so der Diö­ze­san­bun­des­meis­ter wei­ter, „für eine Erhö­hung der Impf­be­reit­schaft in unse­ren Ver­ei­ni­gun­gen und in der Gesell­schaft auch öffent­lich ein­zu­tre­ten, damit wir mit unse­ren Schüt­zen­ver­ei­ni­gun­gen wie­der den Stel­len­wert in der Gesell­schaft ein­neh­men kön­nen und damit unse­re Gesell­schaft in unse­rem Land wie­der den Schritt in die Nor­ma­li­tät schafft, gege­be­nen­falls auch mit dem Coronavirus.“

Anschlie­ßend erhielt der im Früh­jahr 2020 neu gewähl­te Bezirks­bun­des­meis­ter Wolf­gang Schrage aus Eus­kir­chen, coro­nabe­dingt ver­spä­tet, aus den Hän­den von Bun­des­schüt­zen­meis­ter Emil Vogt und mit den bes­ten Wün­schen des Diö­ze­san­bun­des­meis­ters sei­ne Ernen­nungs­ur­kun­de. Noch grö­ßer war die Über­ra­schung für Diö­ze­san­pres­se­re­fe­rent Ulrich Ber­res aus Königs­win­ter, den Vogt und Hop­pe für sei­nen enga­gier­ten Ein­satz mit dem Hohen Bru­der­schafts­or­den wertschätzten.

Nach den Kurz­be­rich­ten der Schüt­zen­ju­gend und aus dem Bereich Schieß­sport hat­ten dann die Prä­si­des und Bezirks­bun­des­meis­ter das Wort.

In einer sehr ernst­hal­ten Dis­kus­si­on beleuch­te­ten die Teil­neh­mer die The­ma­tik der wei­ter sin­ken­den Zahl der Bezirks­prä­si­des und der eben­falls wei­ter zurück­ge­hen­den Bereit­schaft unter den Geist­li­chen im Diö­ze­san­ver­band, die­ses von allen als uni­so­no sehr wich­ti­ge Amt des Prä­ses für eine Bru­der­schaft oder einen Bezirks­ver­band neu zu übernehmen.

Einen wei­te­ren Part nahm die Dis­kus­si­on um die fort­schrei­ten­den Ver­eins­auf­lö­sun­gen im Diö­ze­san­ver­band ein. Hier berich­te­tet zahl­rei­che Bezirks­bun­des­meis­ter von ihren teils erfolg­rei­chen, aber auch erfolg­lo­sen Ver­su­chen, klei­ne Ver­ei­ne zu mehr gemein­schaft­li­chen Akti­vi­tä­ten inner­halb von Orts- und Stadt­gren­zen zu bewe­gen. Ein sehr gro­ßes Man­ko sahen die Ver­tre­ter ins­be­son­de­re der Köl­ner Stadt­be­zir­ke und eini­ger länd­li­chen Ver­ei­ne, die sehr unter der man­geln­den bezie­hungs­wei­se gänz­lich feh­len­den Unter­stüt­zung bzw. Wert­schät­zung der poli­ti­schen und poli­zei­li­chen Ver­wal­tungs­gre­mi­en sowie der offi­zi­el­len Wür­den­trä­ger zu lei­den haben.

Ein Aus­blick auf das Schüt­zen­jahr 2022 run­de­te den ange­reg­ten Dis­kus­si­ons­abend ab. Hier ist der Diö­ze­san­ver­band Köln nicht nur Mit­gast­ge­ber des Bun­des­kö­ni­gin­nen­ta­ges vom 21. bis 22. Mai in Gre­ven­broich-Gindorf, son­dern fei­ert im Juni des kom­men­den Jah­res auch sein 75-jäh­ri­ges Verbandsjubiläum.

Die nächst­jäh­ri­ge Diö­ze­san-Bru­der­rats­sit­zung und Ver­tre­ter­ver­samm­lung sind ter­mi­niert auf Sams­tag, den 5. März 2022.

Das ers­te Zusam­men­tref­fen in Prä­senz zwi­schen dem seit mehr als 600 Tagen im Amt befind­li­chen neu­en Diö­ze­san­vor­stand und den Ver­tre­tern aus den Bezirks­ver­bän­den des Diö­ze­san­ver­band Kölns erfreu­te sich einer über­aus regen Teil­nah­me, zu der Diö­ze­san­bun­des­meis­ter Robert Hop­pe auch Bun­des­schüt­zen­meis­ter Emil Vogt und Diö­ze­san­kö­nig Andre­as Zün­dorf begrüßte.

Im Rah­men der Bru­der­rats­sit­zung über­reich­ten Bun­des­schüt­zen­meis­ter Emil Vogt und Diö­ze­san­bun­des­meis­ter Robert Hop­pe die Ernen­nungs­ur­kun­de an den neu gewähl­ten Bezirks­bun­des­meis­ter Wolf­gang Schrage aus Eus­kir­chen und sie über­rasch­ten Diö­ze­san­pres­se­re­fe­rent Ulrich Ber­res aus Königs­win­ter in Wert­schät­zung sei­nes gro­ßen Schüt­zen­en­ga­ge­ments durch die Aus­zeich­nung mit dem Hohen Bruderschaftsorden.