Kindeswohl fest im Blick

Montag, 29. Mai 2017

Der Diözesanverband Köln lud die Führungskräfte in den Bezirksverbänden zu einer Präventionsschulung ein.

Diözesanbundesmeister Wolfgang Kuck ver­band damit die Hoffnung, die Information auf eine brei­te, pra­xis­ori­en­tier­te Basis zu stel­len und den Bezirksverbänden und Bruderschaften eine Hilfestellung zu ver­mit­teln.

Obwohl die Schützensaison bereits auf Hochtouren läuft, nah­men jetzt 15 Bezirksbundesmeister und wei­te­re Führungskräfte die Gelegenheit einer ganz­tä­gi­gen Schulung im Jugendheim in Rommerskirchen – Oekoven wahr. Gemeindereferent Martin Brendler aus Dormagen‐Hackenbroich gab Einblicke in die Notwendigkeit „Augen auf – Hinsehen und schüt­zen”. Dies sol­len nicht nur Schlagworte sein, son­dern jeden Einzelnen für den Schutz von Kindern u. Jugendlichen sen­si­bi­li­sie­ren.

Dazu wur­de 2014 eine über­ar­bei­te­te Präventionsordnung des Erzbistums Köln in Kraft gesetzt, die auch für Ehrenamtler ver­pflich­tend ist. Martin Brendler beton­te, es gehe dabei nicht dar­um, bei Verdacht auf sexua­li­sier­te Gewalt an Kindern u. Jugendlichen eine mög­li­che Liste abzu­ar­bei­ten oder in Hysterie aus­zu­bre­chen. Es gehe viel­mehr dar­um, wirk­lich „hin­zu­se­hen” statt „weg­zu­se­hen”.  Die bri­san­te Thematik glie­der­te er in Teilbereiche auf wie z.B.: Verhaltensempfehlungen bei Verdachtsfällen, Prävention durch insti­tu­tio­nel­le Maßnahmen, Meldepflicht, Grenzverletzungen, Strategien von Tätern, Kreislauf eines Übergriffes, Wertepyramide etc.

Anhand von anony­men Fallbeispielen bot er den Teilnehmern die Möglichkeit, sich in die Lage des Beobachters zu ver­set­zen, zu ent­schei­den bzw. Fachkräfte oder Institutionen in eine Entscheidung ein­zu­bin­den. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die gesam­te Thematik einen wich­ti­gen Stellenwert in der Jugendarbeit hat und dass die­se Veranstaltung vie­le Informationen bot. Eine aus­führ­li­che Hilfestellung bie­tet hier die Seite des Erzbistums Köln (www.praevention-erzbistum-koeln.de), die auch eine Nacharbeit unter­stützt. Die Wichtigkeit einer sol­chen Fortbildungsmaßnahme war auf jeden Fall unstrit­tig. Alle Anwesenden erhiel­ten ein Zertifikat über die Teilnahme an die­ser Fortbildung „Kinder und Jugendliche schützen‐ unser Auftrag“. Die Unterzeichnung einer Selbstverpflichtungserklärung jedes Einzelnen bekräf­tig­te die Anstrengungen, „die Augen wei­ter­hin offen zu hal­ten” und alles zu tun, see­li­sche, kör­per­li­che und sexua­li­sier­te Gewalt von anver­trau­ten Kindern und Jugendlichen fern­zu­hal­ten.